29.07.2010
Hell, it's about ... genau!
Also hier wird es wohl erstmal nicht mehr so viel neues geben, zumindest bis ich von meiner glorreichen Schlacht gegen die Zerg wiederkehre.
23.07.2010
Gedankenlesendes Headset
Wenn ich sowas sehe frage ich mich: Wie sieht die Welt wohl in 20 Jahren aus?
Tragen wir dann alle so ein Headset, so wie jetzt das Handy? Schliesslich waren vor 20 Jahren Handies auch noch kaum verbreitet - heute besitzt und benutzt fast jeder eines, und die Dinger können Sachen zu denen vor 20 Jahren selbst Heimcomputer noch nicht in der Lage waren.
Sicher ist die Technik dieses Headsets noch nicht perfektioniert, aber scheinbar macht man auf dem Gebiet ja sehr große Fortschritte. Beim Preis spricht die Frau im Video von einigen Hundert Dollar, also auch nicht mehr als was ein Handy heutzutage kostet und im Grunde für jeden erschwinglich.
In erster Linie wäre so ein Headset natürlich sehr praktisch für körperlich Invalide, das ist klar. Aber das Video zeigt bereits eine Menge Möglichkeiten wie man so etwas auch im Alltag verwenden könnte.
Und wenn man mal überlegt: Jemand der sich zum ersten mal an eine Tastatur oder ein Klavier setzt, sucht noch jede einzelne Taste und bringt nur sehr mühsam irgendwas zustande. Mit genug Übung gewöhnt sich das Gehirn an die Aufgaben, und die Finger bewegen sich ohne, dass man noch groß darüber nachdenken müsste. Überträgt man das einmal auf so ein Headset und überlegt, was mit genügend Training alles möglich wäre... dann liest man eventuell während der "Setup Phase" (siehe Video) einige Texte ab, und anschliessend kann dann das Headset Worte direkt aus dem Kopf lesen und auf den Bildschirm bringen.
Und selbst wenn das noch nicht möglich ist: Für die Steuerung von Computerspielen wäre es ein ganz neues Level. Für die Playstation 4 gibt es dann statt Playstation Move "Playstation Think", das die Gedanken abliest und den Controller somit ersetzt. Klingt nach Zukunftsmusik, aber ich wette in 20 Jahren gehört sowas bereits zum Alltag.
Starcraft 2
Genausowenig wie Blogposts die nur Videos enthalten die sowieso schon jeder kennt mag ich es eigentlich, Spiele im Vorfeld hochzujubeln und zu hypen, obwohl sie noch nicht erschienen sind und niemand weiß, ob sie tatsächlich gut werden.
Bei Starcraft 2 bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es mir gefallen wird. So anders als der erste Teil wird es schliesslich nicht werden, das hat man an unzähligen Beta Videos ja bereits gesehn. Dinge wie die Einheiten oder Steuerung waren in Starcraft 1 eigentlich bereits perfekt, und Blizzard hatte jetzt 12 Jahre Zeit das ganze noch ein wenig auszufeilen.
3D Grafik in einem RTS ist inzwischen auch auszuhalten, nicht wie noch bei Warcraft 3, in dem alle Figuren in ihren Porträts beim Sprechen immer aussahen als würden sie wild auf Kaugummi herumkauen. Von den klumpigen Soldaten im Spielfeld natürlich ganz zu schweigen - Warcraft 2 war da deutlich hübscher.
Eigentlich stellt sich garnicht die Frage, ob die Missionen oder der Multiplayer Teil Spaß machen werden. Was mich im Augenblick mehr interessiert ist die Frage, wie die Story weiter gehn wird. Neben dem Strategieteil haben mich nämlich an Starcraft gerade auch die Handlung und die Charaktere immer sehr gefesselt. Das ständige hin und her von Bündniss und Verrat, doppeltes Spiel und Lügen, Feinde gegeneinander ausspielen - viel mehr als im später erschienen Warcraft 3, bei dem immer alles sehr direkt abgehandelt wurde. Aber der Trailer scheint ja anzudeuten, dass man bei Blizzard auch kapiert hat was die Story von Starcraft ausgemacht hat, und versucht das ganze im zweiten Teil so weiter zu führen.
Warum gibt es eigentlich sonst kaum noch RTS? Als hätte Blizzard das Genre mit Starcraft 1 tot geschlagen. Zur damaligen Zeit waren die Spiele jedenfalls noch recht beliebt, und Starcraft musste sich damals immer messen mit "Total Annihilation", einem Spiel das heute vermutlich kaum jemand mehr kennt.
Damals war ich noch überrascht, dass es in Starcraft überhaupt keine "Felder" mehr gab, denn zu der Zeit war es üblich, dass auf dem Spielfeld quasi ein Raster lag, und eine Einheit immer nur auf einem bestimmten "Feld" davon stehen konnte. Bei Starcraft dagegen konnte man die kleineren Einheiten viel dichter zusammen drängen als große, und alles hat sich dadurch viel fliessender bewegt als in den Spielen bis dahin.
Die Art, wie die Story in den Missionen mittels der Einheiten erzählt wurde war damals auch neu und sehr interessant. Zum Teil mag es das in C&C schon gegeben haben, aber richtig ausgebaut wurde es erst in Starcraft. Mit dem Missionseditor habe ich Tage und Wochen verbracht, und eigene Missionen gebastelt mit Triggerfutzelei, die zum Teil sogar selbst aufgenommene Soundfiles für Sprachausgabe enthielten. Zu schade, dass die mir über die Jahre irgendwann abhanden gekommen sind, wäre bestimmt lustig das jetzt nochmal zu hören.
Starcraft hat das RTS Genre auf jeden Fall stark beeinflusst und viele Neuerungen gebracht. Seither sind eigentlich nur noch Kleinigkeiten dazu gekommen. Ich denke übrigens, der Grund wieso es kaum noch RTS gibt ist, dass sie designtechnisch sehr viel höhere Anforderungen an den Entwickler stellen als Shooter oder andere Actionspiele. In einem RTS müssen verschiedene Rassen aufeinander abgestimmt und ausbalanciert werden, und seit Starcraft sollen die am besten auch noch möglichst verschieden zu spielen sein. In den meisten Spielen zuvor gab es zwar auch unterschiedliche Fraktionen, diese wichen aber meist nur um ein paar Einheiten voneinander ab.
Der Spieler selbst muss ausserdem bei jedem RTS Spiel neu lernen, was welche Einheit macht, welches Gebäude was produziert und was die besten Taktiken sind. In Shootern ist sowas immer sehr ähnlich, und kein Hersteller wird des Plagiarismus bezichtigt weil er auch eine Shotgun in sein Spiel einbaut, obwohl es die schon in Doom gab. Von daher sind Shooter wahrscheinlich einfacher an den Mann zu bringen, da jeder auf den ersten Blick etwas mit den typischen Dingen anfangen kann, und die Steuerung meist auch etwa die Gleiche ist. Zugleich muss sich der Entwickler für einen typischen Shooter dann auch nicht mehr viel einfallen lassen. Und weil man weiß, dass hier das Standardkonzept seine Anhänger hat, ist auch das Risiko recht klein.
Schade schade... aber zum Glück wird mich Starcraft 2 ja dann erstmal lange Zeit zufrieden stellen. =D
19.07.2010
Matsuri
Gestern war ich nämlich mit ein paar Freunden bei einem Matsuri, einem Volksfest bzw. Feier, wie sie zu dieser Jahreszeit ziemlich häufig sind.
Die Google Bildersuche liefert hier natürlich auch einige Resultate, allerdings findet man so eher Bilder von den größeren Straßenumzügen. In meiner Gegend finden die Matsuri eher in Parks statt, auf einer großen Wiese.
Erstmal ein paar Bilder, um einen ungefähren Überblick über die Größenordnung und den Aufbau zu geben. Die Bilder kann man zum Vergrößern übrigens anklicken.
In der Mitte des Platzes steht ein Holzgerüst an dem Schnüre mit Laternen befestigt sind, und umrahmt wird das ganze von einer Menge Buden in denen entweder Essen oder Getränke verkauft werden, oder in denen es Spiele gibt oder einfach billigen Plastikschnickschnack und Spielsachen zu kaufen gibt.
Die meisten Essensbuden verkaufen Sachen wie Okonomiyaki oder Takoyaki, aber auch oft "fried chicken" oder Frankfurter. Diese Würstchen heißen in Japan auch Frankfurter. Leider ist das Bild das ich von der Bude gemacht habe, die mit Würstchen im "deutschen Stil" und einer aufgemalten Deutschlandflagge geworben hat, total verschwommen geworden. Und naja, deutscher Stil... es war eben ein typischer "Franku" und damit im Vergleich zu deutschen Würstchen ziemlich weich. Ausserdem isst man die Dinger in Deutschland ja normalerweise nicht vom Spieß, aber gescheite Brötchen gibt's in Japan eben nicht.
Auch lustig war eine Bude die Döner Kebab verkauft hat, oder bessergesagt "Donel Kebab":
Der Spieß mit dem Fleischklumpen daran hat schonmal sehr authentisch gewirkt, aber eins der Endprodukte habe ich nicht genauer in Augenschein genommen. Dort auf dem Schild steht ja auch etwas von Chicken, also vermutlich war das ganze Ding auch nicht aus Lamm sondern eben aus Hühnchen.
Hier mal einige Bilder von ein paar der Spiele. Zum Beispiel Ringe werfen um Bilder von Promis zu ergattern, woohoo!
Beim Spiel im untersten Bild geht es darum, eine vorgestanzte Form mittels eines Reiszwecken auszustechen, ohne, dass diese kaputt geht. Das ist nicht gerade einfach, da die Formen immer auch sehr dünne Stellen haben die leicht mit kaputt gehn.
Und weil die Bilder die Atmosphäre nur halbwegs wieder geben können, hier nochmal ein kurzes Video:
Wie man merkt herrscht da natürlich eine Menge Lärm, nicht nur wegen der vielen Leute, sondern auch wegen der Musikkulisse, zu der in der Mitte auch Leute tanzen.
Die meisten Besucher sind entweder Jugendliche, also Schüler die mit ihren Freunden hin gehen, oder Eltern die ihre kleinen Kinder im Schlepptau haben. Und wie man sieht tragen viele Leute, besonders junge Mädchen, zu sowas auch gern mal einen Yukata.
Einen besonderen Anlass hat dieses Matsuri übrigens nicht. Der Tag darauf (also heute) ist "Umi no hi", der Tag des Meeres, und ein Feiertag, aber die Woche davor war an der selben Stelle auch schon Matsuri, also ein direkter Zusammenhang besteht glaube ich nicht.
Im Grunde lassen sich japanische Matsuri gut mit einer deutschen "Kirmes" vergleichen. Die kleineren Kirmes in Deutschland besitzen schliesslich auch nicht alle Achterbahnen und Autoscooter, sondern belaufen sich auf ein paar Schießbuden und ein Bierzelt. Matsuri stehen im Zusammenhang mit Tempeln, während Kirmes (was abgeleitet ist von "Kirchmess") mit der örtlichen Kirche in Verbindung stehn, aber im Endeffekt steht in beiden Fällen das Volksfest im Vordergrund.
Gegen 10 Uhr Abends ist bei einem Matsuri übrigens auch schon wieder Schluss, vermutlich aus Rücksicht auf die Anwohner. Auch wenn auf den Bildern und im Video der ganze Platz nämlich von Bäumen umrandet ist, stehen dahinter direkt wieder Häuser. Zwar bleiben einige Leute auch noch länger am Ort des Geschehens, da die Buden aber alle dicht machen löst sich das meiste tatsächlich gegen 22 Uhr schon auf, und die Straßen füllen sich dafür mit Leuten auf dem Heimweg.
17.07.2010
Ufo: Enemy Unknown
2K Games hat auf der E3 nämlich die Neuauflage von Xcom bzw. Ufo angekündigt. Aus dem ehemaligen Taktik Spiel soll, wie könnte es anders sein, ein Shooter werden.
Jedes zweite Spiel scheint in letzter Zeit ein Shooter zu sein, denn anscheind verkaufen sich diese wie geschnitten Brot. Wie man andere Spiele macht als Shooter haben die Entwickler deswegen zum Teil schon fast vergessen.
Als UFO Enemy Unknown zuerst auf den Markt kam belief sich das Genre der Egoshooter im Grunde auf Wolfenstein3D und vielleicht den einen oder anderen Abklatsch davon. Stattdessen handelt es sich bei UFO Enemy Unknown um ein rundenbasiertes Taktikspiel bei dem man eine Einheit aus Soldaten in den Kampf gegen ausserirdische Invasoren schickt. Derartige Taktik Spiele gab es 1994 auch noch nicht gerade viele, im selben Jahr ist jedoch der erste Jagged Alliance Teil erschienen, der ein ähnliches Spielprinzip hat.
Zu Spielbeginn darf man auf einer Weltkarte die Position der ersten Xcom Basis auswählen. Schon diese Entscheidung kann maßgeblich für den Verlauf des Spieles sein, denn die Basis kann nur einen bestimmten Teil der Welt abdecken. Da die Xcom auf verschiedene Länder als Geldgeber angewiesen ist, ist es ratsam den Standort so zu wählen, dass man die spendabelsten Länder möglichst abdecken kann. Pech für die Entwicklungsländer - wer nicht zahlen kann muss allein mit den Aliens klar kommen. Die USA ist der größte Finanzierer, doch die verschiedenen europäischen Länder bringen zusammengenommen ein ähnlich hohes Budget.
Die Basis lässt sich dann, je nach finanziellen Möglichkeiten, ausbauen mit verschiedenen Einrichtungen. Da wären zum Beispiel Truppenquartiere oder Lager, Hangars für Flugzeuge, Radars zum aufspüren von Alien Raumschiffen, Forschungslabore zum erforschen der Alien Technologie oder Werkstätten zum Produzieren erforschter Technologie.
Nach kurzer Zeit entdeckt man dann meist auch schon das erste UFO, in der Regel nur ein kleines Erkundungsschiff der Aliens, und kann einen seiner X-Com Abfangjäger auf Kurs schicken um das Alienschiff mit Raketen vom Himmel zu holen.
Schießt man das Alien nicht gerade über dem Wasser ab, bleibt auf der Weltkarte das Wrack des Schiffes zurück, und man kann seinen Truppentransporter schicken um die überlebenden Aliens auszurotten und möglichst deren Technologie zu bergen. Hier kommt man dann zum Kern des Spiels, den rundenbasierten Taktikkämpfen.
Die eigenen Soldaten können eine ganze Menge an Aktionen ausführen, aber jede davon verbraucht Zeiteinheiten, und wenn alle davon aufgebraucht sind, bleibt dem Spieler nichts anderes mehr übrig als den Zug zu beenden und die Aliens ihre Aktionen ausführen zu lassen.
Gezielte Schüsse verbrauchen natürlich mehr Zeiteinheiten, lässt man allerdings einige Einheiten übrig dann kann der Soldat eventuell während dem Zug der Aliens einen "Reaktionsschuss" ausführen und ein Alien das in sein Sichtfeld läuft nieder schießen. Ob das funktioniert hängt natürlich auch vom Reaktionswert und der Zielsicherheit des jeweiligen Soldaten ab.
Jeder Soldat ist dabei einzigartig: Manche haben viele Zeiteinheiten und dafür eine geringe Treffsicherheit, eignen sich also besser zum scouten. Andere treffen dafür besser aber sind langsamer. Manche Soldaten sind wahre Taugenichtse und andere Alleskönner.
Wie schon bei der Wahl des Standorts für die Basis sollte man hier ganz praxisorientiert vorgehen, und diejenigen vorschicken die nicht gerade vielversprechend, aber leicht zu ersetzen sind. Überlebende Soldaten können ihre Werte steigern und werden befördert. Stirbt ein ranghoher Soldat im Kampf, so trifft das die Truppenmoral härter als wenn ein Rookie in's Gras beisst. Das ist wichtig, denn verzweifelte Soldaten können ausrasten und wild um sich feuern, oder die Waffe fallen lassen und davon rennen.
Das Spaßige an den Kämpfen sind dabei die ganzen Faktoren und Möglichkeiten, die es zu bedenken gibt. Wände lassen sich zum Beispiel durch Beschuss zerstören, und mit Sprengladungen und Granaten kann man gleich ganze Gebäude in die Luft jagen. Dabei entsteht Rauch der sich über mehrere Runden hinweg ausbreitet und die Sicht versperrt. Bei Nachteinsätzen (die man nach Möglichkeit vermeiden sollte, aber bei Terrorangriffen der Aliens kann es schon zu spät sein wenn man bis zum Morgen wartet) kann man Leuchtfeuer in die Umgebung werfen, oder einfach mit Brandmunition umher feuern und das Feuer als Lichtquelle nutzen.
Später tauchen verschiedene Arten von Aliens auf, unter anderem gut gepanzerte Nahkämpfer namens "Chryssalid", die mit einer einzigen Attacke die eigenen Soldaten infizieren und in aggressive Zombies verwandeln. Tötet man diesen Zombie, platzt aus ihm ein neuer Chryssalid mit vollen Trefferpunkten heraus. So kann man, wenn man nicht aufpasst, in wenigen Zügen einen ganzen Trupp aus Soldaten an die Aliens verlieren. Durch solche Dinge entstehen immer wieder witzige Situationen im Spiel, die nicht gescriptet oder vorherbestimmt sind, aber dennoch irgendwie filmreif wirken.
Wenn die letzten Aliens in einem Lagerhaus verschanzt sind, Sniper sind in Position, aber die Feinde lassen sich nicht blicken, dann lost man eben einen oder zwei Unglückliche aus die sich beweisen dürfen und mit Motion Trackern die Aliens aufspüren sollen. Die beiden Soldaten gehen in's Lagerhaus und geben sich dabei immer gegenseitig Deckung... plötzlich kommt ein Chryssalid um die Ecke und infiziert einen der beiden. Der übrige Soldat versucht sich noch zu retten, kann jedoch nicht mehr entkommen und wird ebenfalls in einen Zombie verwandelt.
Um nicht noch mehr Soldaten zu riskieren entscheidet man sich für die brachialste Methode und lässt die Soldaten die das Haus umstellt haben Sprengsätze scharf machen und in's innere schleudern. Die Explosion lässt vom Haus nicht mehr viel übrig, aber anscheind hat noch ein Alien überlebt. Die Soldaten feuern wie wild in die Rauchschwaden und treffen mit Glück auch noch das letzte Alien.
Oder, wenn die Sache nicht so glücklich ausgeht, ist vielleicht der eigene Trupp am Ende, die Aliens aber noch sehr zahlreich, und einer der besten Soldaten ist angeschossen, bewusstlos und am verbluten. Da die Medipacks schon aufgebraucht sind bleibt nur die Flucht, schliesslich soll der wertvolle Soldat nicht an seinen Wunden zugrunde gehn. Also nimmt ein anderer Kämpfer seinen bewusstlosen Kamerad auf den Rücken und schleppt ihn langsam zurück zum Transporter, während die übrigen Leute versuchen ihm Rückendeckung zu geben. Selbst auf der Flucht kann man ausserdem noch ein paar Alien Artefakte einsammeln die sich später erforschen lassen. Auf die geldgebenden Länder machen solche Aktionen dennoch keinen guten Eindruck, und bei der Monatsabrechnung muss man dann eventuell mit einer Budgetkürzung rechnen.
Zwischen den Einsätzen kümmert man sich weiter um die Basen und teilt Forscher den verschiedenen Projekten zu, um zum Beispiel später Alien Waffen und Munition nutzen zu können, oder aus den Materialien Panzerungen für die eigenen Soldaten zu entwickeln. Später kommen Psi Aliens hinzu die versuchen die eigenen Soldaten mittels Mind Control zu übernehmen, was auch nicht gerade eine erfreuliche Erfahrung ist. Aber der Spieler kann diese Technologie klauen, erforschen und dann selbst gegen die Aliens einsetzen. Oder mittels Alien Technologie neue und bessere Abfängjäger oder Transporter entwickeln, denn die Aliens sind ebenfalls dabei ständig aufzustocken. Man baut neue Basen in verschiedenen Ländern, oder richtet kleine Stützpunkte ein die nur einen stationierten Abfangjäger haben, um Aliens in der Umgebung schnell abschießen zu können.
Irgendwann ist dann der Punkt erreicht an dem man einen Anführer der Aliens lebendig fangen muss und verhören, um die Ursprünge der Alien Invasion herauszufinden und zum Gegenschlag anzusetzen.
Der direkte Nachfolger nennt sich übrigens "Terror from the Deep", und hier ist das Ganze um die Weltmeere erweitert. Xcom Basen werden im Wasser gebaut und Aliens die überm Wasser abgeschossen werden müssen anschliessend in einer Tiefsee Mission mit Taucheranzügen angegangen werden.
Die meisten Mechaniken bleiben allerdings die gleichen, und auch die Alien Truppen sind meist nur etwas umdesignte Gegenstücke der Viecher aus Enemy Unknown. Ein wenig komisch wirkt es zudem, wenn man unter Wasser Granaten wirft und sich gleichzeitig fragt wieso man nicht einfach nach oben schwimmen kann. In beiden Spielen gibt es nämlich später Fluganzüge für die eigenen Soldaten, und so einer ist auch in Terror from the Deep nötig um unter Wasser auf eine höhere Ebene zu gelangen.
Das erste mal gespielt habe ich UFO übrigens als Demo, die auf einer Shareware CD enthalten war. Die Demo bestand nur aus einer Dschungelmission bei Nacht, und ich fand es damals ziemlich unheimlich und schwer. Man lässt den Soldaten einen Schritt aus dem Flieger machen - alles dunkel. Ok, Runde beenden, Zug der Aliens... piuuu kommt ein Schuss irgendwo aus dem Dunkeln und streckt meinen Soldaten nieder. Das ist wahrscheinlich eine Situation die jeder kennt, der irgendwann einmal mit UFO Enemy Unknown angefangen hat.
Vom späteren dritten Teil der Serie hatte ich auch eine Demo gespielt, die mir aber nicht wirklich zugesagt hat. Das ganze spielt in der fernen Zukunft in einer einzigen Megastadt, und das Szenario ist von Anfang an sehr futuristisch.
Ein Teil dessen was den Reiz an UFO ausmacht ist für mich nämlich, dass man beginnt mit einem Trupp Soldaten, nur bewaffnet mit normalen Automatikpistolen und Gewehren, gekleidet in graubraune Overalls, und diesen im Laufe des Spiels langsam ausbaut zu einer Eliteeinheit mit gepanzerten Fluganzügen, Psi Kräften und leistungsfähigen Plasmagewehren usw.