09.03.2011

Dragon Age 2 - Reviews, Metacritic, etc.

Noch kein Review, das dauert noch ein wenig. Ich will mir nämlich im Gegensatz zu den Journalisten großer Seiten wie "the Escapist" (die sowas nicht in ihrer Freizeit machen) die Zeit nehmen das Spiel auch zu spielen bevor ich etwas drüber schreibe.
Die schreiben in ihrem Review nämlich, dass man in der Xbox360 Version Autoattack in den Optionen aktivieren könnte, obwohl das anscheind garnicht der Fall ist. Tritt in's Fettnäpfchen? Halluzinationen? Auch sonst klingt das Review als hätte man einfach die Werbeflyer ein wenig umformuliert, oder es gleich direkt von Bioware diktiert bekommen.


Spaßig ist es mal wieder, die Metacritic Wertungen von kommerziellen Magazinen mit denen der User zu vergleichen. Eine 3.6/10 bei der Userwertung, zumindest während ich das hier tippe. Bei der PS3 Version sogar nur 3.1/10. Natürlich sind da auch immer die Leute dabei, die ihrem Ärger mit besonders niedrigen Wertungen Luft machen, aber bei anderen Titeln ist deren Anzahl nie groß genug, um die Wertung so dramatisch in's Negative rücken zu lassen. Im Gegenteil, gerade in den ersten Wochen nach dem Release ist die durchschnittliche Userwertung oft höher als die der Magazine, da hier offenbar sehr viele gehypte Leute in anfänglicher Euphorie das Spiel sehr hoch bewerten. Aber irgendwie scheint es nun langsam mal bis zur Masse der Spieler durchgedrungen zu sein, welchen Weg Bioware schon seit Jahren beschreitet.

Im großen und ganzen finde ich die Userwertungen deutlich realistischer und bodenständiger. So eine klaffende Lücke wie bei Dragon Age 2 war zuletzt der Fall bei Assassin's Creed 2, wo Ubisofts origineller Kopierschutz sich in einer extrem miserablen Userwertung niedergeschlagen hat, während kommerzielle Magazine nicht auf die Idee gekommen sind sowas zu kritisieren. Andere Spiele, wie z.B. das originelle "Magicka", das aber ohne eine große Werbekampagne auskommen musste, erlangen bei den Usern wiederum mehr Anerkennung als in den offiziellen Reviews.

Aber sicher liegt es einfach nur daran, dass die ganzen ignoranten User die Großartigkeit von Dragon Age 2 verkennen!
Ach ja, wenn es um Witzeleien geht, dann weiß das RPGCodex Forum nie zu enttäuschen:


"I want to be a dragon", ja ja, tolle Erfindung, so ein Dialograd. Und so ein unglaublich tiefes Rollenspiel, bei dem man immer die Wahl hat zwischen einer von ganzen 3 Persönlichkeiten. In der Demo habe ich ja immer die Mittlere Option genommen, weil mir die obere jedes mal zu abgedroschen heldenhaft war, und die untere meistens für eine "böse" Persönlichkeit dann doch sehr langweilig ausgefallen ist. Renegade Shepard war da unterhaltsamer.



"When you press a button, something awesome has to happen!" Das Video fasst Dragon Age 2 und die Philosophie dahinter wohl sehr gut zusammen. DLC, Sex und ganz viel "awesome". In der Beschreibung obigen Videos ist übrigens ein Statement von Brent Knowles, Lead Designer von DA:O, der Bioware verlassen hat weil ihm die Richtung nicht gefallen hat, in die das ganze ging.


Aber... RPG of the century!! (Zumindest bis Mass Effect 3 erscheint)

Kommentare:

  1. Schon Dragon Age Origins fand ich etwas überbewertet. Da jetzt auf dem PC die taktische ISO-Ansicht wegkonsolt wurde, kommt mir der Aufguss nicht auf den Rechner. Irgendwann ist auch mal gut.

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  2. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den neuen Teil und werde das Risiko am Tag des Realeases einfach mal eingehen.
    Ich glaube, dass einige Spieler vielleicht zu viel erwarten. Nach so einer kurzen Entwicklungszeit kann es nicht der Knaller schlecht hin werden, auch wenn wir Spieler das gerne hätten. Ich bleibe dabei: Mehr Zeit zu investieren hätte sich sicherlich gelohnt.

    Gruß Twaldigas

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  3. Ich hab ja bis zuletzt gehofft es wird alles gut, aber nach den ersten Blicken auf Let's Plays scheint sich das Übel aus der Demo so weiter durch das Spiel zu ziehen.

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  4. Meine Einschätzung des derzeitigen und zukünftigen (1-3 Jahre) PC-/Konsolenspielemarktes ist:
    Richtige RPGs gibt es nicht mehr.
    Unter richtigen RPGs verstehe ich Spiele wie z.B. solche aus den Reihen von Wizadry, Might&Magic, DSA, Eye of the Beholder usw..
    Was heutzutgage als Role Playing Game durchgeht, hat doch (fast) nichts mehr mit den Spielen von früher gemeinsam. In nicht wenigen Fällen sind es doch nichts weiter als Hack-n-Slay-Spiele, die als RPGs vermarktet werden. Hauptsache "Hammer Grafik", ein Setting, in dem der Spieler quasi durch das Game geführt wird und viel kürzere Durchspielzeiten. Awesome. -.-

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  5. Wizardry, M&M und coKg sind wenn man sie auf ihre Grundfesten runterrechnet, auch nur Hack ´n Slay Titel. Ne Story drum herum gebastelt und der RPG Eintopf ist fertig.

    Spiel einfach mal die ersten "echten" CRPGs a´la Bards Tale, Wizardry, M&M und den Großteil des AD&D Stuffs. Es hat sich nichts geändert, weder bei JRPG noch bei WRPG.

    Ob dies nun gut oder schlecht ist, ist meiner Meinung nach rudimentär.
    Hauptsache der Titel xyz hält bei Laune.

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  6. Hmm, zum einen hatten die Spiele aus den frühen 80ern auch keine allzu große Handlung im Spiel, auf der andern Seite war aber das "drumherum" viel ausgeprägter, also z.B. die Begleittexte in den Handbüchern etc.

    Das nervige ist, dass heutzutage alles nur noch "cinematisch" sein muss. Die Filmsequenzen stehn im Mittelpunkt, und das Metzeln ist nur schmückendes Beiwerk.

    Ein gutes Hack & Slay kann sehr unterhaltsam sein, das Problem an DA2 ist imo nur, dass es auch als solches flach fällt. Sofort regenerierende HP/Mana, kaum interessante Items, und nur wenige Möglichkeiten die Charaktere auszubauen, lineare Dungeons ohne irgendwelche Features. Es fehlen einfach die Dinge um sowas spannend zu machen. Ok, die Skilltrees finde ich nicht schlecht bei DA2 und machen die Armut an Klassen wieder etwas wett, aber die Attribute sind auch irgendwie witzlos.

    Man hat einfach nicht das Gefühl, dass es sich um ein Spiel handelt, eher um einen B-Movie mit CG Grafik. Sowas kann man den alten Titeln nicht vorwerfen.

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  7. Man sollte evtl. unterscheiden was für einen als RPG gillt. Für viele scheint sich das in erster Linie auf Dungeon Crawler mit 5er Party und rundenbasierte Kämpfen zu reduzieren. Gerade die alten Sachen sind doch letztlich nur Exceltabellen mit schönen Bildchen und im Hintergrund hört man noch den Würfel rollen.

    Für mich heißt Rollenspiel aber in erster Linie eine dichte Hintergrundgeschichte und interessante Charaktere sowie deren Interaktion. Wenn nicht alles linear ist und man ab und zu eine Entscheidung treffen kann, umso besser. Und in diesen Punkten sind neuere Spiele wie Gothic, Witcher und DA einfach überlegen.

    Da verzichte ich doch gerne auf ewiges Würfeln bei der Charaktererschaffung und alle 5min Rasten müssen um 'ne Erkältung zu kurieren weil mein Held ansonsten bis zum nächsten Arzt verreckt und sich unterwegs seine Stiefel auflösen. Ganz zu schweigen von immer wieder zu überquerenden Flußläufen und Schluchten in die mindestens zu einem zufälligen Todesturz führen.

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  8. Hab das Spiel für ne Komplettlösung durchgemacht. Es ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei, aber beileibe kein Totalausfall wie Gothic 4. Die Schwachpunkte hat Miew ja schon gut zusammengetragen, daher muss ich sie nicht nochmal aufzählen.

    Ich hoffe btw, dass mit dir alles okay ist und du das Beben gut überstanden hast.

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  9. Ach ich seh schon, wieder fleißig am twittern. :)

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