22.09.2010

Die Sozialkompetenz von Morgen...

... ist messbar, und zwar anhand von Facebook Freunden.


Facebook wächst und wächst. Schaut man sich einmal Statistiken an, dann sieht es zum Teil schon fast nach exponentiellem Wachstum aus. Nicht verwunderlich, denn schliesslich lädt jeder seine Bekannten ein, welche wiederum ihre Bekannten einladen usw.
Im Moment sind die Kritiker noch zahlreich, die meinen der zukünftige Arbeitgeber könnte ja die berühmten Bilder von der letzten Feier, wo man besoffen in der eigenen Kotze lag, dort entdecken. (Solche oder andere kompromitierende Bilder existieren nämlich von jedem, und werden unweigerlich irgendwann ihren Weg in's Internet finden!) Dadurch entstünde natürlich ein schlechter Eindruck der völlig ungerechtfertigt ist.
Vielleicht ist es ja irgendwann einmal genau umgekehrt, und diejenigen, die sich nicht öffentlich bei Facebook exhibitionieren, gelten als Aussenseiter und Eigenbrötler...
Nicht in mindestens 20 Fotoalben anderer Leute vertreten? Da kommt wohl jemand nicht aus der Bude raus.
Keine 50+ Freunde? Anscheind nicht sehr gesellig. Ob man nun mit den Leuten dort auch tatsächlich Kontakte pflegt, oder nicht, ist dabei ja Nebensache.

Ob es wirklich irgendwann mal so weit kommt, dass man vom potentiellen Arbeitgeber abgewiesen wird, weil man nicht aktiv bei Facebook ist, wie im Bildchen weiter oben, ist natürlich fraglich. Das war auch eher als als Witz oder Satire gemeint.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass uns der ach so gefürchtete "gläserne Mensch" überhaupt nicht von oben, von irgendwelchen Roland Kochs oder anderen Politikern aufgezwungen werden muss, sondern, dass die Entwicklung im Alltag ohnehin und von ganz allein schon sehr stark in Richtung absoluter Durchschaubarkeit geht. Angefangen hat das bereits mit den Handies, die in der Tat heute zum Standard geworden sind, und dank denen man immer und überall erreichbar und abrufbar ist. Natürlich lassen sich die Teile auch abschalten, aber damit macht man sich direkt um so verdächtiger. Und wehe dem, der bis jetzt noch überhaupt kein Handy besitzt. Sowas kann man sich allenfalls als Rentner noch erlauben, alle anderen werden direkt schief angeschaut.
Ich seh es kommen, irgendwann wird die Tauglichkeit als Führungsperson am Arbeitsplatz dann noch mittels der Anzahl an Twitter-Followern beurteilt. =P

Kommentare:

  1. Lass mich raten, du bist mehr oder weniger freiwillig Facebook beigetreten?

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  2. Verdammt, ich habe nur 36 Freunde in meiner Liste...

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  3. Ich hab 38 :D

    Normalerweise sträube ich mich ja, permanent erreichbar und überall vernetzt zu sein. Zum Beispiel habe ich erst seit einem Jahr ein Handy, auch nur weil ich Kommentare wie "Kauf dir endlich mal ein Handy, bist ja nie erreichbar" satt hatte.
    Das Ergebnis ist, dass die Leute dadurch immer unzuverlässiger werden, schließlich kann man ja noch 5 Minuten bevor man sich treffen wollte absagen.

    Facebook hingegen finde ich recht nett. So habe ich Leute wieder gefunden, die ich seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen habe. Nur finde ich den Terminus "Freunde" auf Facebook doch recht unpassend.

    Achja, habe mir die Freiheit genommen, den Text zu twittern :))))

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  4. also handy hab ich .. aber meiten aus (und des stimmtbei mri sogar wirklich) weil cihs hauptsächlich hab wenn ich wen erreichen will oder z.B. wenn drum geht sich in der stadt zu finden.
    aber geht auch ihne ne freundin hat keins und neulich hab ich mich geärgwert das ichs e net erreichen konnta weil wir uns treffen wolten und ich noch überhaupt keien rücksprache ahtte, aber ich bin eifnacvh hingefahrn udn aht trotzdem geklappt xD

    jaja facebook damals geholt weil wer werder icq nich skype noch sonstiwas hatte und halt nur facebook. (und da kann man ja auch chatten)
    65 "freunde" aber über dei hälfte leute die ich mehr schlecht als recht aus der schule kenn xD (und dementsprechend sind meine post und pinnwandeinträge auf facebook acuh recht wenig)

    btt die karikatur spricht nen intresanten aspekt an
    ich mein ernsthaft, das ein arbeitgeber shclecht denkt wenne r n foto auf dem du besoffen bist siehst is ja klar, aber was denkt er sich wenn er von dir partou nichts im internet findet? kennst sich nciht mit computern aus?

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  5. Das kann ich noch unterbieten! Oh, verdammt. Ich bin dann wohl nicht sehr "sozial-kompetent". Schnell mal eben 200 wildfremden Leuten ein Freundschaftsangebot machen...

    Facebook ist zwar mittlerweile neben Google eine der größten und einflussreichsten Internetmarken, aber m.M.n. wird dieses ganze "Social-Network"-Gedöns vollkommen überbewertet.
    Das Argument alte Bekannte durch FB & Co. endlich wiedergefunden zu haben, seh ich übrigens nich als so gewichtig an. Wer ernsthaft eine bestimmte Person suchen will, braucht dafür kein FB. Und dass sich durch FB (ur-)alte Bekannte ganz plötzlich wieder bei einem melden, ist doch eher darauf zurückzuführen, dass diese Leute ihre "Freundes"liste erweitern wollen.
    Apropos: die Bezeichnung "Freund" verliert durch FB dramatisch an Bedeutung.

    Ob es wirklich irgendwann mal so weit kommt, dass man vom potentiellen Arbeitgeber abgewiesen wird, weil man nicht aktiv bei Facebook ist ... ist natürlich fraglich.
    Ich fürchte nicht. So unwahrscheinlich ist das gar nicht. Alles nur eine Frage der Zeit. Leider.

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  6. Stammt das Bild von dir, Miew?
    Wenn ja, schicks doch mal an verschiedene Magazine oder andere Seiten, die für soetwas Verwendung haben könnten.

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  7. Ja schon. Aber ich glaube kaum, dass jemand für sowas Verwendung hätte. =P

    Facebook benutz ich selbst (noch) nicht. Habe mich damals, als es noch neu war, mal bei Studivz angemeldet, aber dann letztendlich fast nie mehr rein geguckt. Für jemand dem es schwer fällt überhaupt mal regelmäßig die Emails nachzuschauen wohl einfach nicht das richtige. Da wurde ich dann "gegruschelt" und habe nicht zurückgegruschelt, welch' Schande.

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  8. Facebook ist ziemlich überladen, wenn man sich auf das nötigste beschränkt aber gar nicht mal so schlecht. Kenntnisse in der Veränderung der Datenschutzeinstellung natürlich mal vorausgesetzt.

    Was das mit den Bildern im volltrunkenen Zustand angeht: klar, immer blöd, wenn sowas ungefragt ins Netz kommt. Aber von dem, was ich weiss und erfahren habe: Personalchefs können sehr wohl zwischen Arbeit und Privatem unterscheiden, solche Bilder bedeutet also nicht unweigerlich das Aus beim Vorstellungsgespräch.

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