04.01.2011

C64 - Bruce Lee & Miew singt

Bruce Lee war eins der einfacheren C64 Spiele. Zumindest war es das erste Spiel, das ich völlig ohne Cheats oder ähnliches durchgespielt habe.
Ehrlichgesagt frage ich mich, was man zu dem Spiel interessantes schreiben soll, das nicht durch einen einzigen Blick auf einen Screenshot ersichtlich wird. Es geht darum, dass Bruce Lee mit nacktem Oberkörper herumhüpft, Laternen sammelt und dabei von einem Ninja und einem grünen Sumo Ringer attackiert wird. Warum es gerade Laternen sind - ich habe keine Ahnung. Genausowenig weiß ich, warum die beiden anderen Figuren Bruce an's Leder wollen, oder warum der Sumo Ringer grün ist.


Sumo und Ninja schauen perplex drein, als Bruce eine Leiter erklimmt.

Ein zweiter Spieler kann die Rolle des Sumo Ringers übernehmen und Bruce Lee entweder helfen indem er den Ninja weg hält, oder ihn ebenfalls probieren zu verprügeln. Da die KI nicht sonderlich ausgefeilt ist, bleibt der grüne Mann nämlich an Stellen wie dem unteren Ende einer Leiter meist einfach stehen und glotzt nur hinterher, wenn Bruce sich aus dem Staub macht. Wie wir damals als Kinder aber so waren, haben wir die Möglichkeit den zweiten Charakter zu steuern natürlich lieber dazu genutzt irgendwelche "Geschichten" zu spielen, ständig gemeinsam den Ninja zu verdreschen oder sonstigen Unsinn zu machen.

Mit seiner engen schwarzen Hose erinnert Bruce Lee in dem Spiel mich in letzter Zeit irgendwie immer an den japanischen Komiker Egashira:
Sieht aus wie Bruce Lee, ist es aber nicht.

Abgesehn von den Antagonisten wird Bruce das Leben schwer gemacht durch Dinge, die man mit viel Fantasie vielleicht als Laserbarrieren oder ähnliches bezeichnen könnte. Oft geht es darum das richtige Timing zu finden um zwischen zwei, ähem, Laserstrahlen hindurchzuschlüpfen. Das ganze Spiel lässt sich dabei gut in einer Viertelstunde durchspielen, wie folgendes Video zeigt:



Ein betont nicht-gewalttätiger Durchlauf des Spiels, als wäre es eine große Kunst, die beiden Gegner einfach zu ignorieren. Dazu wird man durch "ducken" quasi unangreifbar, denn Bruce presst sich dann so flach an den Boden, dass es aussieht als wäre er von einem Zug überrollt worden und die Gegner schlagen hilflos in die Luft.
Übrigens besitzt das Spiel eigentlich keine Ingame-Musik, die wurde in dem oberen Video nur vom Ersteller eingefügt. Das einzige Stück im Spiel ist die Titelmusik (im oberen Video ganz am Anfang): döö-dää-döö-dee ... es hängt mir mindestens genauso sehr im Kopf wie das im Eintrag zu Barbarian erwähnte "Bambombambom". Dieses Mal habe ich allerdings  das Mikro ausgepackt und eine A Capella Version (wenn man das so nennen kann..) zum Besten gegeben. Das ganze besteht aus zwei Spuren, dem "Beat" und, öhm... dem Rest. Zwar irgendwie mega peinlich, aber es musste einfach sein.



Es klingt als wäre ich 8 Jahre alt. -_-

Kommentare:

  1. :D Sehr geiler Soundtrack^^
    Wesentlich besser als das original ;)
    Haha hat Ohrwurm-Potenzial. Müsste ich mir in ne Loop packen und endlos durchspielen, bis ichs totgehört hab. Wie bei "get on my horse" (falls du es kennst)

    Und ich find nich, dass das wie 8 Jahre klingt. Eher wie 5 Jahre und n Junge :P
    Mann.. ich erkenn da irgendwie noch voll andere Melodien drin.. N Stück aus dem Turtles theme, n teil aus dem Sountrack von Herr der Ringe und noch irgendwas..
    Woah.. jetzt hab ich wirklich n Ohrwurm..

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  2. Wie du schon im zweiten Abschnitt sagtest: Früher konnte man sich seine eigene Story ins Spiel hineinerfinden. Da musste keine Vorgegebene integriert sein, um Spaß zu haben. Zuletzt habe ich das, glaube ich, bei Harvest Moon fürs SNES getan.

    Die A Capella Version ruht jetzt in meinen Favorites :P

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  3. Hehe, nice. More a capellas plz. :-)
    Computerspiele, Filmmusik, egal.

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  4. Was für ein schöner Rückblick auf ein altes Spiel. Die Optik erinnert mich an Prince of Persia, welches das einzige Spiel war, dass ich neben Super Mario in einer solchen Optik gespielt habe.

    Gruß Twaldigas

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